Lederer sieht informellen Schulfrieden in Berlin

Klaus Lederer.. Die Linke

Foto © Wbiue

Es gibt Reaktionen auf unseren Brief, den wir an die Politik geschrieben haben. Der Landesvorsitzende Klaus Lederer von Die Linke hat uns zu sich in sein Büro eingeladen und wir haben unter dem Bild von Karl Marx über die aktuelle Lage in Berlin diskutiert.

Gemeinschaftsschule

Dabei hob Lederer das Berliner Pilotprojekt der Gemeinschaftsschulen hervor. Diese haben vor einigen Wochen eine gute Bewertung im ersten Evaluationstest erhalten, sagt er. An den Schulen gebe es zudem lange Wartelisten, was dafür spreche, dass Eltern ein großes Interesse haben, ihre Kinder dahin zu schicken.

Daher wäre es für ihn entscheidend, jetzt Anreize zu schaffen, damit mehr Schulen Gemeinschaftsschulen werden. Für Leder ist es wichtig darüber zu reden, welche Schlüsse daraus gezogen werden können, dass die Gemeinschaftsschulen ein Erfolg sind

Informeller Schulfrieden

Allerdings sieht er derzeit die Gefahr, dass es beim Modellstatus bleibt und die Gemeinschaftsschulen „wie ein Exot neben den übrigen“ bestehen bleiben. Lederer findet, dass seit dem Regierungswechsel die bildungspolitischen Themen zwischen dem Berliner Flufhafen und der NSU untergehen. Er spricht gar von einem informellen Schulfrieden.

Nach Lederer müsse aber weiter an der Stärkung der Ganztagsschulen gearbeitet werden.

Auf unsere Frage, wie etwas bewegt werden könne, sieht Lederer nur den gemeinsamen Weg. Es müsse ein neues gesellschaftliches Grundverständnis geben. Forderungen für ein neues Bildungssystem müssten immer wieder laut werden.

Warum es stocke? Ob Deutschland nicht schon an einem Punkt sei, wo zahlreiche Studien zeigen, dass es einen Richtungswechsel braucht? Lederer glaubt, in Deutschland müsse noch noch viel passieren, bevor sich etwas verändert

Ein kurzes Interview mit Lederer findet ihr hier.